DR. PETER WELKE
ERLEBNISSE UM DEN BEGINNENDEN AUSSTIEG AUS DER ATOMENERGIENUTZUNG
Dr. rer. nat. Peter Welke hat an der TU Clausthal Physik und Bergbau (Aufbereitung) studiert und ist Diplom-Physiker. Er beschäftigte sich schon an der TU Clausthal mitFragen der Energiegewinnung, sein erstes Projekt war die Erzeugung von künstlichem Erdgas 3000 m unter dem Ruhrgebiet aus den tiefl iegenden Kohleflözen mit Hilfe der Reaktionswärme des Thorium Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop. Später beschäftigte er sich in Paderborn mit den Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Landschaft und Fauna. An der Universität Bonn lehrte er Historische Geographie und untersuchte die ihm gut bekannte Oberharzer Wasserwirtschaft erstmalig auf ihr Energiepotential.
Daraus entstand neben einem Buch über die Möglichkeit, die Oberharzer Bergbauteiche und Wassergräben wieder zu ihrem ursprünglichen Zweck, der Energiegewinnung, zu verwenden, ein Gutachten für die Deutsche UNESCO Gesellschaft im Zusammenhang mit der Anerkennung der Oberharzer Wasserwirtschaft als Welterbe.
Heute lebt PeterWelke in Clausthal-Zellerfeld.
BURKHARD REMMERS
DIE SUCHE NACH DER AMEISE - PRODUKTDESIGN WILKHAHN
Aus anatomischer Sicht betrachtet ist der Mensch nicht für die Arbeit im Sitzen gemacht. Es gibt zahlreiche Studien zu Folgen des stundenlangen Sitzens am Schreibtisch. Das Herzinfarktrisiko steigt bei mangelnder Bewegung. Dabei arbeiten allein in Deutschland mehr als 17 Millionen Menschen am Schreibtisch. Was also tun? Mehr Bewegung in den Arbeitsalltag bringen.
Warum wir uns wieder mehr bewegen müssen, über die Tücken des „inneren Schweinehunds“ und die Macht der Gestaltung, darum geht es heute. Dem über 100 Jahre alten, international ausgerichteten Familienunternehmen gelang zum Thema Bewegungssitzen schon 1980 der erste Welterfolg mit dem Bürostuhlklassiker „FS“, der unter der Überschrift „Sitzen ohne Führerschein“ eingeführt wurde. Mit Burkhard Remmers, seit 25 Jahren Leiter der Internationalen Kommunikation bei Wilkhahn, sprechen wir über die Hintergründe und Notwendigkeiten von Möbeln, die Menschen in Bewegung bringen.
Und klären nebenbei - natürlich „die Suche nach der Ameise“.
ISABELLA GIFHORN - LANGENHAGEN
ERFAHRUNGEN U. PERSPEKITVEN EINER STADTBAURÄTIN
Sichtbar und wirksam: Frauen und Diversität in der Baukultur „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt - oder?“ Ein Blick auf die Realität zeigt: Leider nein. Die Bau- und Planungskultur ist traditionell eine von Männern dominierte Branche, in der Frauen und andere diverse Perspektiven auch noch in der heutigen Zeit häufig noch unterrepräsentiert sind. Dabei ist gerade in der Gestaltung öffentlicher Räume und Städte eine vielfältige Sichtweise unverzichtbar, um lebenswerte, gerechte und zukunftsfähige Umfelder für alle zu schaffen.
Dieser Vortrag widmet sich der Frage, welche Rolle Frauen und Diversität in der Baukultur spielen und warum ihre Sichtbarkeit und Wirksamkeit so entscheidend für die Entwicklung unserer Städte sind. Mit persönlichen Erfahrungen und praxisnahen Beispielen werden Einblicke gegeben in die Herausforderungen und Chancen, die sich durch Diversität in der Planung ergeben. Dabei wird aufgezeigt, wie vielfältige Perspektiven nicht nur die Bauprozesse bereichern, sondern auch konkrete, positive Veränderungen im urbanen Raum bewirken können.
PROF. DR.-ING, ROLF BRENDEL
STROM AUS DER SONNE - TECHNOLOGIE AUS NIEDERSACHSEN
War Solarenergie früher teuer, so haben sich die Kosten für Solarmodule in den vergangenen 15 Jahren durch Forschung und durch neue Produktionstechniken um einen Faktor 10 reduziert.
Der Vortrag erklärt, wie eine Solarzelle funktioniert und mit welchen Innovationen das Institut für Solarenergieforschung in Emmerthal bei Hameln (ISFH) und die Leibniz Universität Hannover (LUH) zu dieser rasanten technologischen Entwicklung beigetragen haben. Wieviel Solarstrom wird gebraucht und wie kann dieser ins Energiesystem integriert werden?
Solche Fragen behandelt die Energiesystemanalyse-Forschung der LUH. Der Bedarf an Photovoltaikanlagen für Deutschland und für Niedersachsen sowie das Solarpotenzial der Region Hannover werden berechnet. Stellt man solche Modellrechnungen für alle Länder der Erde an, so kommt heraus, dass eine zukünftig emissionsarme und kostengünstige Energieversorgung der Menschheit auf Solarstrom basiert.
Strom von der Sonne ist daher von geostrategischer Bedeutung.